Tag 362 Yad L’Ami

YAD L’AMI – TAG 362 – 02-10-2024

“Wäre nicht der HERR auf unserer Seite gewesen, “- Israel, wiederhole es immer wieder – “Wäre nicht der HERR auf unserer Seite gewesen, als sich mächtige Feinde gegen uns wandten, dann hätten sie uns lebendig verschlungen, als ihr Zorn gegen uns entbrannte. Gepriesen sei der HERR, der uns nicht den Raubtierzähnen dieser Menschen zur Beute überließ!”

Nach Psalm 124

Wir hoffen und beten, dass wir ruhig und besonnen durch diese Tage kommen. Den Abend des Rosh Hashana feiern wir für gewöhnlich mit vielen Menschen. Jeder bringt etwas mit. Diesmal darf ich aus 2 Kilo Gehacktem kleine Frikadellen machen als meinen Beitrag. Ich hoffe, dass die Feier statt findet, ansonsten bleibe ich auf den Frikadellen sitzen. Die Anweisungen meiner Heimatfront sind um einiges strenger für die kommenden Feiertage.

Dies ist auch der Abend, dass Wim, mein Mann, vor 9 Jahren unter Posaunenschall (zum jüdischen Neujahr) zu seinem himmlischen Vater ging. In der jüdischen Tradition glaubt man, dass nur gerechte Menschen an diesem Abend heim geholt werden. Das ist doch schön!

Da ich nicht alle Fragen persönlich beantworten kann, schicke ich dieses Update. An erster Stelle meinen herzlichsten Dank für ihre/eure Verbundenheit. Das ist etwas was uns/mich in diesen Tagen sehr ermutigt.
Ja es ist hektisch, spannend und jeder ist sehr alert.
Raketenfeuer aus dem Libanon und Jemen. Auch Gaza hält sich noch nicht ruhig. Aufs Neue wurde dort ein Tunnel mit angrenzenden Zimmern unbrauchbar gemacht.
Bis nach Haifa, Tiberias, Samaria und sogar Eilat reichen die Raketen und Drohnen aus Libanon, Jemen, Irak, Syrien und Gaza. In Samaria und Judäa ist unsere Armee dem Terrorismus auf der Spur. Zum Glück hatten wir noch keinen Alarm, letzten Sabbat jedoch fielen große Brocken von einer ballistischen Rakete in unserem Gebiet nieder. Sie kam aus Jemen. Israel hatte sie zuvor in der Luft abgeschossen. Sie hatte so viel Power, dass die Reste überall niederfielen. (Inzwischen haben wir auch die Angriffe aus dem Iran. Doch der Brief wurde vor dem bewussten Abend geschrieben).

Jetzt ist das Maß voll und das war vorhersehbar. Israels Geduld ist zu Ende, nach fast einem Jahr unter ständigem Beschuss im Norden. Dort, wo viele Dörfer in Grund und Boden zerschossen sind, Kühe getötet wurden und Hühnerställe in Flammen aufgingen; Ernte, die zerstört wurde und sehr viele Naturgebiete durchs Feuer zerstört. Und nicht zu vergessen, dass immer noch 60.000 Menschen in Hotelzimmern oder sonst irgend wo verbleiben müssen und dass mehr als eine halbe Million Menschen fast täglich in Schutzbunkern sitzen. Seit Oktober sind mehr als 9.000 Rakten und Drohnen aus dem Libanon auf Israel abgefeuert worden. Und dies geschieht alles unter den Augen von der UNIFIL (UN-Friedensmission). Dies ist nicht zu fassen, wenn man bedenkt, dass gerade sie vor Ort ist um den Frieden zu wahren.

Die Gebiete ab Haifa und weiter nördlich unterliegen Einschränkungen. Kein Schulunterricht, keine Möglichkeit zur Arbeit zu gehen, es sei denn an den Orten, wo es Schutzbunker gibt.
Jetzt schlägt Israel endlich zurück. Aber nicht, ohne die Bevölkerung im Südlibanon, schon eine ganze Woche lang, zu warnen! Israel hat es geschafft, die Telefongesellschaften im Libanon zu hacken. Dadurch wurden mehr als 80.000 Libanesen gewarnt wurden, ihre Häuser, in denen die Hisbolla schwere Waffen gelagert hat, zu verlassen. Auch die lokalen Sender wurden manipuliert. So bekam der ganze Süden zu hören, dass sie wegziehen müssen. (Schon jemals gehört, dass Russland die Menschen in der Ukraine warnt, weg zu ziehen, bevor ein Angriff erfolgt? Und dann sagt Putin zu Israel, dass sie Libanon sofort verlassen müssen.) Grotesk!

Im Libanon sind jetzt bedeutende terroristische Führer beseitigt. Als erster Nasrallah. Er terrorisierte den ganzen Libanon und den Mittleren Osten. Viele Libanesen bedanken sich bei Israel. Jetzt wo er weg ist, können wir wieder den Weg des Friedens einschlagen. (Einst war Beirut das Paris vom Libanon). Libanon und Israel waren gute Freunde und die Einwohner gingen aus und ein. Das war mit Gaza nicht anders. Meine Freunde erledigten, bevor Hamas an die Macht kam, dort ihre Einkäufe, gingen dort Essen oder Kaffee trinken und die Menschen aus Gaza kamen zu uns nach Israel. In Syrien liefen sunitische Muslime feiernd und singend durch die Straßen und dankten Israel für die Beseitigung des Topterroristen Nasrallah.

Der Plan war auch sehr raffiniert bedacht. Schon ab Mittwoch lagen Pläne vor, um das Hauptquartier anzufallen, aber das verlangte Präzisionsarbeit. Sie mussten sicher wissen, dass Nasrallah wirklich vor Ort war. Netanyahu wollte seine Reise in die USA schon deswegen absagen. Aber man fand, dass er gehen müsse. Und das war grade der Trick. Einfach so zu tun, als ob er von nichts wusste und wie geplant seine Rede vor der UN Vollversammlung hielt. Kurz vor seiner Rede hörte er, dass Nasrallah wirklich in seinem Bunker war und gab damit die Zustimmung an die Armee, das Gebäude zu bombardieren.
Bei dem Angriff vom Freitag kamen mindestens 20 andere Hisbollah-Führer ums Leben. Darunter zwei nahe Mitarbeiter von Nasrallah. Einer von den beiden hatte sogar die Leitung über seine Sicherheitstruppen.
So wie ihr sicherlich mitbekommen habt, war davor das Drama mit den Walkie-Talkies. So raffiniert konstruiert, dass nur die Mitglieder der Hisbollah und niemand von der Bevölkerung verletzt werden würde. Nasrallah hatte vor einer gewissen Zeit dazu Enormer Chaos und Panik waren die Folgen. So viele Terroristen buchstäblich in aufgerufen, alle Handys gegen solche Semaphone einzutauschen, da er Angst hatte, dass Israel die bisherigen Handys leicht hacken einem Schlag untauglich oder rückverfolgen könnte. Jetzt fingen diese Semaphone nicht nur zur gleichen Zeit an sich zu melden, sondern nach ein paar Sekunden explodierten sie alle im selben Augenblick.

Enormer Chaos und Panik waren die Folgen. So viele Terroristen buchstäblich in einem Schlag untauglich gemacht!
Nicht nur das Ausschalten von hohen Hisbollah Terroristen war Israels Ziel, sondern auf diese Art und Weise kamen auch sehr viele Informationen von vielen Terroristen ans Licht.
Israel kann jetzt nachverfolgen, von wem dieses Semaphon war, dass jetzt explodiert ist. Hisbollah hat selber in einem Bericht gesagt, dass diese Signalgeber nur von Hisbollah Mitgliedern gebraucht werden. Da gibt es kein Vertun. Außerdem ist die Verständigung innerhalb der Hisbollah ordentlich zerstört.

Einen Namen will ich doch nennen, Ibrahim Aqil von der Redwan Force. Er wurde, zusammen mit 15 anderen Kommandeuren getötet, als ihr Gebäude durch die IAF getroffen wurde und einstürzte. Als Nachfolger von Fuad Shukr Nr. 2 der Hisbollah (eliminiert im Juli) wurde dieser Top Kommandant Ibrahim Aqil ernannt. Dieser neue Nr. 2 der Hisbollah wurde Dienstag verwundet, als sein Semaphon explodierte. Freitagmorgen wurde er aus dem Krankenhaus entlassen und sofort nahm er an einer großen Versammlung teil, in der Rache besprochen wurde. Der Plan, um Galiläa anzufallen, so wie die Hamas Israel am 07. Oktober überfallen hatte, musste schnell umgesetzt werden. Zuerst Naharia und Shlomi und die anderen Dörfer im Norden. Ihr Ziel war, israelische Bürger zu töten und zu entführen. Zu ihrem Nachteil war jegliche Kommunikation im Libanon durch die Semaphon Aktion gestört. Israel bekam Wind von dieser Aktion und schlug zu. In einem Schlag war die ganze Spitze der Redwan Streitmacht ausgeschaltet, 16 Mann stark. Auf dem Kopf dieses Mannes Ibrahim Aqil stand eine Belohnung seitens Amerika von 7 Mio Dollar.

Die Vereinigten Staaten beschuldigten Aqil bei dem Bombenanschlag im April 1983 auf die Amerikanische Botschaft in Beirut beteiligt gewesen zu sein. Dabei kamen 63 Menschen ums Leben. Sechs Monate später eine Kaserne von der amerikanischen Marine, wobei 241 Menschen getötet wurden. Er wurde auch gesucht für eine Geiselaktion von Amerikanern und Deutschen im Libanon in den achtziger Jahren. Einige wurden ermordet, andere saßen jahrelang gefangen.
Ich nenne dies, da wir die Geschichte schnell vergessen und damit es verständlich wird, warum Israel dies alles macht.
Israel durfte es für Amerika ausführen, aber ob wir die 7 Mio Dollar auch erhalten?

Oktober wird ein schwerer Monat werden. Vor mir liegen einige Einladungen, um der Gedenkzeremonie vom 07. Oktober beizuwohnen. Zu viel, um an allem teil zu nehmen. Einige finden am 06. Oder 07. Oktober statt, andere erst nach dem Laubhüttenfest.
Trotz aller Umstände, versuchen wir, für die Menschen da zu sein. An der Grenze zum Gaza gibt es kein Kind, dass keine Hilfe benötigt. Langsam bekommt das neue Projekt, den Streichelzoo in Sa’ad wieder aufzubauen, seine Formen. Zuerst musste es genehmigt werden und jetzt wo alles sauber gemacht ist, werden wir aufs Neue schauen, wo wir uns einsetzen können. Dies ist ein großes Projekt. Dadurch wird es allen Kindern aus der Region ermöglicht, Hilfe zu bekommen. Es liegen Bittgesuche für therapeutische Selbstverteidigung für die ältere Jugend vor und für einen Cyberkurs. Etwas, was zukunftsorientiert ist. Kinderclubs bitten um einen Workshop Keramik.

Es ist schon bemerkenswert, dass in den Niederlanden und Deutschland an so vielen Orten an den “07. Oktober” erinnert und gedacht wird.

Aus Israel wünsche ich einem Jeden viel Segen, ein jeder an seinem Platz.

Seid gesegnet
Ria Doekes

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Gepostet am

2 Oktober 2024