Die Freude in Ihm ist unsere Stärke!

Der Ehering war bereits gekauft, Yaron Lischinsky und Sarah Lynn Milgrim wollten am Montag, 26. Mai, nach Jerusalem reisen, um sich zu verloben. Beide arbeiteten in der israelischen Botschaft in Washington. Das Paar setzte sich leidenschaftlich für den Frieden im Nahen Osten zwischen Christen, Juden und Muslimen ein. Am 22. Mai, wenige Tage vor ihrer Ankunft in Israel, erhielten wir die traurige Nachricht, dass die beiden vor dem Jüdischen Museum ermordet wurden. Sie wurden von einem „brutalen Terroristen“, der „Free Palestine“ rief, getötet, weil sie Juden waren.
Am Sonntagabend, dem 25. Mai, gingen wir zur Beerdigung von Yaron. Ich kenne die Familie persönlich gut aus der messianischen Gemeinde in Jerusalem, und ich habe Yaron dort als einen wunderbaren Menschen aufwachsen sehen. Welch ein Leid.

Nach Angaben der „Times of Israel“ hat der Antisemitismus in den letzten Jahren weltweit um 340 Prozent zugenommen. Aufruf an das jüdische Volk, nach Hause zu kommen.
Wie alle Israelis sind wir müde, durch den Krieg vom 7. Oktober und von der Explosion des Judenhasses in der ganzen Welt, von der Gewalt, die kein Ende zu nehmen scheint. Wir sind müde, weil wir wegen der Raketenangriffe der Huthis, 24 Stunden am Tag auf der Hut sein müssen. Ich stehe unter der Dusche oder gehe ins Bett und denke: Vielleicht muss ich gleich wieder raus. Ist der Weg frei, wenn ich nachts erst nach unten renne, um die Katze zu holen, die Angst hat, und dann wieder nach oben in den Schutzraum renne?
Das ist eine Taktik des Feindes, der versucht, uns zu zermürben. Millionen von Menschen, die ihre Kinder jedes Mal aus dem Schlaf reißen müssen, um in den Schutzbunker zu rennen. Als ich dieses Bild letzte Woche an Freunde schickte, wurde ich gefragt: „Wo kommen die denn her?“. Wenn Israel von sieben Fronten angegriffen wird, ist das keine interessante Nachricht und diese Tatsache schafft es nicht einmal in die Zeitungen, aber wenn Israel sich verteidigt, ist das eine Weltneuheit. Doch welch ein Wunder, dass seit März mehr als 43 ballistische Raketen aus dem Jemen, bereits in der Luft vom Militär zerstört wurden und bisher niemand getroffen wurde, obwohl die herabfallenden Trümmer nicht ohne sind. Da sie meistens Richtung Flughafen fliegen, erhalten wir das Resultat. Die Trümmer fallen dann meist in unsere Gegend.
Eigentlich ziehen mich die Lügen der Medien am meisten runter. Deshalb habe ich auch eine Weile nicht geschrieben. (Danke an diejenigen, die gefragt haben, ob es mir gut geht, weil es eine Zeit lang keine Nachrichten gab). Es ist ein Tageswerk, all diese Fake News zu widerlegen. Eine Zeitlang dachte ich: “Finde es doch selbst heraus, wenn du willst, kannst du viele wahrheitsgetreue Nachrichten lesen.“ Die Hamas lügt, dass es nur so kracht, und alles wird unhinterfragt hingenommen. Auch heute wieder, 26 Tote bei der Verteilung von Lebensmitteln. Und wieder fliegt diese Meldung um die Welt und der Schaden ist irreparabel. Wer liest denn später noch, dass es nicht wahr ist? Viele wissen nicht mehr, was sie glauben sollen und lassen sich in die Irre führen. Die Menschen recherchieren nicht mehr und deshalb fehlt es an Wissen, sowohl über die Geschichte als auch über das Prophetische Wort. Die Nachrichten sind nicht mehr Journalismus, sondern Propaganda. Die Menschen reagieren auf der Grundlage von Emotionen, Bildern, Radio- und Fernsehsendungen. Ich kann es nicht mehr lesen. GOTT HASST DIE LÜGENREDNER und wird schließlich selbst mit ihnen abrechnen.
Die einzige Hoffnung für die Zukunft
Regierungen fallen, Führer verschwinden und neue Führer kommen. Politik ist sehr interessant, aber alles vergeht und zerfällt, nur das Wort Gottes ist das Einzige, was Bestand hat, und die Freude an ihm ist unsere Stärke!
Veränderungen

Das bedeutet nicht, dass wir müde sind, Gott und seinem Volk zu dienen. Ganz und gar nicht! Es gibt mehr Aktivitäten als je zuvor. Nein, keine Touristen, sondern Freiwillige, die beim Aufbau Israels helfen, Häuser renovieren und Gärten anlegen. Oder einfach nur Häuser putzen und ihnen sagen, dass Israel nicht allein ist. Es ist die Zeit gekommen, in der meine Vorträge in den Niederlanden dazu dienen, Menschen nach Israel zu bringen. Hier verändern sich die Menschen. Wirklich außergewöhnlich, die Leute kommen und gehen…. Ich besuchte zwei Freiwillige, die hart an der Renovierung eines Hauses arbeiteten, und sagte: ‚Das ist harte Arbeit, Männer, und kein Urlaubsgefühl.‘ Einer von ihnen sagte: „Wir arbeiten hart, aber dies ist ein geistlicher Urlaub. Wir können hier, wir selbst sein und sagen, dass wir an der Seite Israels stehen und für sie da sind, was angesichts der Situation in den Niederlanden fast nicht mehr möglich ist.“ Eine treffende Bemerkung! Ein anderes Mal nahm ich eine Gruppe von acht jungen Leuten aus den Niederlanden mit in den Süden, um die Bewohner zu treffen und ihre Geschichten zu hören. Diese Gruppe schloss sich mir auch für einen Tag der Haus- und Gartenreinigung in Sufa an. Am Ende waren wir 18 Leute, 11 aus den Niederlanden und der Rest waren Freunde aus unserem Dorf. Das macht Eindruck. Stellen Sie sich vor, Sie müssen rennen und die Tür hinter sich zu ziehen. Aber hier ist alles offen und ungeschützt. Was für ein Privileg, dass wir in ihre Häuser und ihr Leben eintreten durften. In einem der Häuser, die wir in Sufa gereinigt haben, hörten wir, dass am 7. Oktober ein großer Kampf mit viel Feuer rund ums Haus ausgebrochen war. Man kann noch immer die Einschusslöcher in zwei Fenstern sehen, und ein weiteres Fenster ist dadurch völlig zersplittert. Die Bewohnerin dieses Hauses hatte sich 40 Stunden lang in ihrem Versteck versteckt, bevor sie befreit wurde.

Wir reinigten ein weiteres kleines Haus. Der Junge, der dort wohnte, war nach dem 7. Oktober ins Ausland geflohen, weil er es nicht mehr aushielt. Sein Vater war der erste, der im Kibbuz getötet wurde. Jetzt hat er Pläne, zurückzukommen. Mit diesem Wissen und diesen Gedanken machten wir uns zu viert an die Arbeit und das Haus wurde von oben bis unten strahlend sauber geschrubbt. Wo der Tod herrschte, können wir wieder Leben bringen und beten, dass der Friede Gottes das Haus erfüllt.

Jeder Mensch und jedes Haus, in jedem Kibbuz und jedem Dorf an der Grenze hat eine Geschichte und hat am 7. Oktober das Schrecklichste gesehen und erlebt, wovon wir keine Ahnung haben. Wir können das nur verstehen, wenn wir vor Ort sind und es sehen, uns einbringen und all die Geschichten der Menschen hören, die dort leben.
Wir sind so dankbar! Den vollständigen Brief können Sie hier lesen.
Ihr zeigt uns in der Praxis, dass es jemanden gibt, dem man vertrauen kann. Dass etwas richtig ist und dass es eine Zukunft gibt.
Danke, dass Sie nicht aufgeben.
Danke, dass Sie immer wieder kommen.
Danke, dass Sie uns in einem Meer der Ungewissheit einen Schimmer der Gewissheit geben.
Wir umarmen Sie, mit tiefer Wertschätzung und einem Herzen voller Dankbarkeit.
In Liebe und Dankbarkeit, Mitglieder des Kibbuz Sufa
Andere Projekte

Unser Musikraum für alle Traumatisierten im Gazastreifen befindet sich in Yad Mordechai. Was für ein wunderbares Projekt, das Auswirkungen hat und tiefgreifende Heilung bewirkt. Zurzeit nehmen 125 Schüler aus 7 verschiedenen Dörfern und Kibbuzim an der Grenze zum Gazastreifen teil. Der jüngste Schüler ist 4 Jahre alt und der älteste 91 Jahre. Jeder muss einen kleinen Betrag für den Unterricht beisteuern, und Yad L‘ Ami beteiligt sich an den weiteren Kosten. Aufgrund des Wachstums müssen weitere Anpassungen vorgenommen werden, bei denen wir gerne helfen.
Ein weiteres Projekt im selben Kibbuz steht kurz vor der Eröffnung. Es handelt sich um ein Zentrum für Therapie durch Kreativität, unter anderem eine Lego-Ecke und eine Keramikwerkstatt. Mehr dazu später.
Hunde, Pferde und Musiktherapie haben derzeit die Oberhand. Kindergruppen erhalten durch ihre Spenden und somit in ihrem Namen Hilfe.
Ich werde nun Avi, den Hundetherapeuten, kurz zu Wort kommen lassen. Wenn es dich jedoch interessiert, wie eine Hundetherapie aussieht, kannst du den ganzen Artikel hier lesen.
Das Programm ‚Emotionale Therapie‘ an, unter anderem, der Da’at-Schule in Sa’ad ist Teil unserer Partnerschaft mit der Organisation Yad L‘ Ami und zielt darauf ab, Kindern therapeutische Unterstützung durch speziell ausgebildete Hunde zu bieten.
Das Programm besteht aus einer Reihe von strukturierten Sitzungen. Jede Sitzung ist so konzipiert, dass die Kinder in der Interaktion mit den Hunden positive und eindrucksvolle Momente erleben. Durch diese Interaktionen entwickeln die Kinder Selbstvertrauen, üben sich in Achtsamkeit und verbessern ihr emotionales Wohlbefinden. Wir bedanken uns für die kontinuierliche Zusammenarbeit mit Yad L‘ Ami, die uns diese einzigartige Form der emotionalen und psychologischen Unterstützung für Kinder in Not anvertraut hat.

Eine weitere wirkungsstarke Therapie
Ein paar Stunden pro Woche ganz aus sich herausgehen. Es gibt 2 Gruppen von 20 Kindern, die Surfunterricht erhalten. Nicht nur zum Spaß, denn vor und nach dem Surfen gibt es Gespräche, die wirklich therapeutisch angelegt sind. Nur reden wollen sie normalerweise nicht. Aktion und körperliche Bewegung gehören dazu. Jede Therapie hat also ihre Besonderheit, und wir schauen, welche Art von Therapie am besten zu dem Kind passt. Wir besuchen alle Gruppen, damit wir wissen, was geschieht, und selber involviert sind. Außerdem bleiben wir in Kontakt mit den Betreuern oder Lehrern und beten und hoffen, dass die Therapie Auswirkungen zeigt und die Kinder Heilung erfahren. Überzeuge dich selbst.

Ältere Menschen erhalten Hilfe
Inzwischen haben wir Pessach gefeiert. Alle unsere Shoa-Überlebenden haben ihre Beiträge durch euch erhalten. Wie alt sie sind; die meisten von ihnen bereits über 85 und 90 Jahre. Wir sehen eine deutliche Verschlechterung. Im letzten halben Jahr sind drei Menschen aus der Gruppe verstorben.
Jeden Monat erhalten 19 weitere Betagte, die unter der Armutsgrenze leben, Lebensmittelmarken, was für ihr Leben einen großen Unterschied macht. Alles ist so gigantisch teuer geworden, und diese 300 NIS (israelische Währung) verbessern ihren Lebensstandard ungemein.

Israel befindet sich seit mehr als 18 Monaten im Krieg, seit dem 7. Oktober 2023. In Wirklichkeit dauert der Krieg schon viel länger an. Er begann 2006, als die Hamas die Kontrolle über den Gaza-Streifen übernahm. Seitdem führt die Hamas einen Krieg, mit dem Ziel, Israel zu zerstören. All diese Kinder, die von uns Hilfe bekommen, leben bereits ihr ganzes Leben unter diesem Terror! Vielleicht sollte ich es noch einmal schwarz auf weiß schreiben. Schon seit 20 Jahren verteidigt sich Israel. Die Bewohner, an der Grenze zum Gazastreifen, mussten regelmäßig ihre Koffer packen, um, mit den Kindern, an einen anderen Ort evakuiert zu werden. Letzte Woche sagte jemand zu mir: „Ich verstehe nicht, wie ich das so lange durchhalten konnte, mehr als 20 Jahre, aber ich kann nicht zurück, solange die Geiseln nicht zurück sind und solange die Hamas verspricht, dass es immer wieder einen 7. Oktober geben wird.“
Zeugnisse von Geiseln
Leah Yanai, die vom Nova Festival entführt wurde, berichtete nach ihrer Rückkehr aus Gaza:
„Am 7. Oktober wurde unser Leben wirklich ‚erweitert‘. Wir sahen eine noch nie dagewesene Dunkelheit und auf der anderen Seite ein noch nie dagewesenes Licht“, begann Leah. „Ich habe vier Erkenntnisse für mich aufgeschrieben“, sagte sie und las laut von ihrem Handy ab:
„Erstens: Glaube. Das Gebet wird belohnt. Verstehen, dass wir nicht verstehen und dass das Leben viel mehr ist, als das Physische, als das, was wir sehen.
Zweitens, Dankbarkeit: „Danke für diese Erfahrung. Danke, dass sie auf diese Weise endet. Es war eine ernüchternde Erfahrung, ein Erwachen,
und das führt zum dritten Punkt: Mission. Wenn jemand eine Tortur durchmacht, kann er nicht in seine alte Komfortzone zurückkehren. Er hat eine Mission erhalten. Wenn man diese Mission lebt, füllt das auch die Seele und stellt sie wieder her.
Und viertens, natürlich, die Einheit. Während dieser ganzen verrückten Reise habe ich entdeckt, dass das Volk Israel unzerbrechlich ist. Es ist ein geheiligtes Volk.“
Der Gefängnisüberlebende Eli Cohen sagte: „Ich habe jedes Gebet gespürt, dass die Menschen für mich gesprochen haben. Jede Mitzwa, die sie taten, gab mir Kraft. Ich habe es physisch gespürt.“
Ohad Ben Ami, der aus der Gefangenschaft zurückgekehrt ist, sagte kürzlich dem Vater des entführten Yosef Ohana: „Ich bin ein Kibbuznik und ich sage euch: Betet weiter. Wir haben die Gebete in der Gefangenschaft gespürt.“
Omer Shem Tov verblüffte die jüdische Welt mit seiner Geschichte über seine Verbindung zu Gott. Seine Mutter erklärte, dass Haredi-Schulen (Schulen für orthodoxe Juden) im Ausland diesen Ausschnitt aus der Fernsehsendung ausgestrahlt hatten, in dem Omer erzählt, wie er den Schöpfer fragte, wie es ihm gehe. Er meinte, er interessiere sich sehr für die „Betrübnis der Shekhina – des Heiligen Geistes“. Dann dankte er Gott und erst zum Schluss betete er für das, was ihm selbst fehlte.
Israel ist stark und unzerbrechlich, dank seines Gottes.
Israel ist kein Land für Business, sondern ein Land des Bundes, das Abraham, Isaak und Jakob und ihren Nachkommen gegeben wurde, für immer! „Der HERR ist ihre Stärke und die rettende Festung seines Gesalbten. Rette dein Volk und segne dein Erbe; und weide und trage sie bis in Ewigkeit!“ (Psalm 28, 8+9 SLT)
Ich schließe mit diesen Worten aus Ps. 119, Vers 105 „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg (in diesen dunklen Zeiten).“ Und Vers 103 „Wie süß sind deine Worte meinem Gaumen, süßer als Honig meinem Mund.“ (SLT)
Im Namen Israels, der Stiftung Yad L‘ Ami und meiner selbst kann ich sagen: „Ich bin sehr dankbar für eure Gebete und eure Unterstützung.“
Gottes Segen aus Zion, einem Land im Krieg,
Ria Doekes
